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Zur Zukunft der Geldwirtschaft oder „Zinswirtschaft als Krebsgeschwür“? Eine fragwürdige Veranstaltung in der patriotischen Gesellschaft zu Hamburg am 24.05.2006.


Die Patriotische Gesellschaft hatte zum Vortrag zum Thema „Ist unser Geldwesen zukunftsfähig?“ eingeladen, der den Auftakt zu einer Reihe „Geldgespräche“ des Arbeitskreises Zukunftsfragen machen sollte. Die präsentierten Ideen sollten dem Arbeitskreis zur Einführung einer Hansemark, einer Art lokalem Geld in Hamburg, ein theoretisches Fundament liefern. Die Ankündigung lautete: „Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger gehört zu den wenigen Ökonomen, die in sachgemäßer Gestaltung des Geldwesens einen Schlüssel sehen zur Lösung der großen sozialen und ökologischen Gegenwartsprobleme wie Armut, Massenarbeitslosigkeit und Naturzerstörung.“ Berger ist Vorsitzender der „Initiative für natürliche Wirtschaftsordnung INWO D“. Der Vortrag entspricht im wesentlichen einer Eigenpublikation unter dem Titel „Eisiges Schweigen .- Wir lassen uns vom Geld beherrschen, weil wir seine Wirkungsweise nicht verstehen“ (www.business-reframing.de/b1_lit/b1_lit.htm).

Nach unserer Meinung, die in dem anliegenden Bericht dargestellt wird, verbreitete der Autor rechtsradikales Gedankengut ohne adäquate Diskussion. Geldkapital als Krebsgeschwür, Zinseszins als arbeitsfreies Einkommen, "wider die Zinsknechtschaft" wie im NSDAP Programm und abstruse Behauptungen über Geldwirtschaft machen deutlich, dass ein besseres Geldsystem zunächst eine sachlich fundierte Diskussion und eine finanzielle Allgemeinbildung voraussetzen, in der Probleme offen diskutiert, benannt und rechtsradikale bis antisemitische Tendenzen, die das Unbehagen über Geld ausnutzen, gemeinsam bekämpft werden.

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